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Seminarpause beendet

Ende August geht es weiter mit dem Seminarbetrieb. Den Anfang macht Den Inneren Körper spüren (27.-29. August) und Familienstellen am 27.8..

Einzelberatungen (auch via Skype, Zoom oder WhatsApp) können weiterhin hier vereinbart werden.

Seminarurlaube

Vom 1.-5. September 2021 bin ich als Co-Leiter beim BeFree Tantra Sommerfestival auf Gut Frohberg dabei. 

Die Bewusste Auszeit auf Kreta und die Tantrayacht sind für 2022 wieder geplant. 

Familienstellen

Bei systemischen Aufstellungen von Familien, Teams und Organisationen schlüpfen Stellvertreter in die Rolle der beteiligten Personen und spiegeln deren Gefühle wieder. 

Aufstellungen mit Figuren online bitte hier vereinbaren. 
Präsenztermine Familienstellen

Die Heiligkeit der Paarbindung 

Was macht eine gute Paarbeziehung aus? Der Tantra-Lehrer und Gesundheitspraktiker Klaus Gabriel Peill findet, dass dazu drei Voraussetzungen gegeben sein sollten: 1. ein gemeinsamer Alltag, 2. Herzensliebe 3. die sexuelle Vereinigung. Und wann ist eine Beziehung »heilig«? Ihre Heiligkeit findet sie in der sexuellen Vereinigung, verstanden als Schöpfungsmysterium, das so zur Meditation, ja zum Gebet wird.

 

Paarseminar - Paardynamik - Magische Momente

Dieser Artikel versteht sich als Beitrag zur fortlaufenden Debatte, was eigentlich eine gute Paarbindung ausmacht. Inwiefern kann oder soll die Paarbeziehung zwischen Mann und Frau »heilig« sein? Sind Freiheit und Leben »aus dem Moment heraus« überhaupt möglich, wenn Treue und Verbindlichkeit gefordert werden? Ist die sexuelle Vereinigung zulässig, wenn die Beziehung »heilig« sein soll, oder ist dann nur die platonische Liebe erlaubt, ähnlich der Hohen Minne des Mittelalters? Und wenn die Paarbeziehung denn »heilig« ist, sind dann Polyamorie und Promiskuität »unheilig«? Auf welche Chancen und Risiken, lasse ich mich da ein?

 

Polarität der Geschlechter und gegenseitige Anziehung

Zunächst will ich kurz erläutern, warum Mann und Frau überhaupt einander zugewandt sind. Den Hauptgrund dafür nennt uns schon die Bibel: »Und Gott schuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.« Demnach kann also der Mann nicht ohne die Frau und die Frau nicht ohne den Mann sein. Erst gemeinsam entsprechen sie dem Bild Gottes, welches den paradiesischen Zustand symbolisiert. Mann und Frau sind füreinander geschaffen, um in der Vereinigung den Zustand göttlicher Einheit zu erleben. Auf körperlicher Ebene ist diese Vereinigung offensichtlich, wenn der Mann mit seinem Lingam in die Yoni der Frau eindringt. Auf der energetischen Ebene kennen wir die Polarität von Mann und Frau, welche den »magnetischen Strom« ermöglicht: Der Lingam des Mannes strahlt als aktiver Pol, ebenso wie die Brüste der Frau. Ihre Yoni öffnet sich als empfangender Pol dem Mann, während dieser sein Herz und sein Fühlen für die Frau öffnet und ihre Liebe empfängt. Körperlich und energetisch ist die Polarität der Geschlechter so angelegt, um beiden in der Vereinigung ein Erleben und Fühlen dieses Schöpfungsmysteriums zu ermöglichen. Doch bevor dieser magnetische Liebesstrom in Fluss kommt und der göttliche Funke überspringt, gibt es für die meisten Paare einige Hürden zu überwinden.

 

Dramen, Kisten und die Unfähigkeit zu wahrer Beziehung

BeziehungskriseSolange die Verliebtheit noch frisch ist, schauen sich die beiden mit Tunnelblick an: Sie ignorieren die unangenehmen Eigenschaften des Partners. Wenn die Verliebtheit dann nachlässt, ist es mit der Toleranz vorbei. Dann stören sogar schon Kleinigkeiten wie unaufgeräumte Wäsche oder Geschirr, ein Drei-Tage-Bart, oder eine falsch ausgedrückte Zahnpastatube. Manche Frauen versuchen dann die Partnerschaft zu kitten, indem sie Kinder bekommen: Manche Männer ignorieren die Schwierigkeiten dann, indem sie in mit Leidensgenossen in die Kneipe oder auf den Sportplatz gehen. Die Probleme werden unter den Teppich gekehrt oder kommen in eine symbolische Kiste, auf der »Beziehung« steht. Manchem Paar gelingt es sogar, die stinkenden Leichen im emotionalen Keller zu ignorieren und zu vergessen.

Die beste aller schlechten Lösungen ist immer noch, die Dramen auszuleben, sich abzugrenzen und sich schlimmstenfalls zu trennen. Denn nur an Grenzen entsteht wahre Begegnung, bisweilen auch Reibung. Verschwimmen die Trennungslinien oder gehen die persönlichen Bereiche fließend ineinander über, entsteht eine symbiotische Bindung. Haben die beiden keine Berührungspunkte, entsteht auch keine Bindung. Ein Sprichwort sagt, dass Männer erst merken, dass in ihrer Beziehung etwas nicht stimmt, wenn die Frau mit den Koffern in der Türe steht. Zeigt sich hier eine männliche Begabung, Probleme und Ängste zu verdrängen und zu ignorieren, um nicht unter ihnen leiden zu müssen? Oder ist es eine bewusste Taktik mancher Männer keine Angst zu zeigen, dass ihre Frau sie verlassen könnte? Würde das Eingeständnis von Beziehungsproblemen am Glauben an die eigene Unabhängigkeit kratzen? Umgekehrt haben Frauen oft aus langer kollektiver Erfahrung heraus Angst, dass ihr Mann sie verlassen könnte. Angst ist aber das Gegenteil von Liebe. Die Liebe der Frau ist es, nicht die Angst, was das Herz des Mannes öffnet und beide in den Kreislauf der Liebe eintreten lässt. Angst unterbricht den Kreislauf ebenso wie die Verweigerung von Sex. 

Missverständnisse auf allen Ebenen sind die Hauptgründe für die Unterbrechung des Kreislaufs der Liebe. Deshalb ist es wichtig, dass Paare für den Erhalt ihrer Bindung arbeiten, indem sie sich regelmäßig aussprechen, Sexualität üben und ihr Herz füreinander öffnen. Am idealen Partner kann keiner wachsen! Nur die Herausforderungen durch die Unvollkommenheit des Partners lassen uns wachsen, wenn wir uns bewusst darauf einlassen. Hier liegt die große Chance, sich zu entfalten, aber auch das größte Risiko zu scheitern.

 

Das Gelingen der Liebe zwischen Mann und Frau

Paarseminar  PaartantraFür eine gute Paarbeziehung zwischen Mann und Frau sind drei wichtige Faktoren nötig, die untrennbar miteinander verbunden sind. Wenn auch nur einer dieser Punkte vernachlässigt ist, wird das Gelingen der Paarbeziehung schwierig, wenn nicht gar auf Dauer unmöglich. 

Zunächst ist es wichtig, dass das Paar einen gemeinsamen Alltag hat, den es zu bewältigen gilt. Die beiden unterstützen sich gegenseitig und tauschen sich aus. Am besten ist es, auch den Austausch in Form eines Zwiegesprächs mindestens einmal in der Woche zu üben. Schwieriger ist es schon bei Wochenend-Beziehungen, aber auch die seltenen gemeinsamen Tage lassen sich kreativ gestalten. Gemeinsame Urlaube ersetzen jedoch nicht den gelebten Alltag. Das Zusammenleben kann es natürlich auch geben, ohne dass Sexualität stattfindet.

Die Liebe des Herzens ist der zweite wichtige Faktor. Sie ist unabhängig vom gemeinsam gelebten Alltag, aber auch unabhängig von Sexualität. Wenn sie allein für sich steht, spricht man im Allgemeinen von einer platonischen Liebe. Sie ist wie die Hohe Minne des Mittelalters, die meist ausgerichtet war auf eine höher gestellte Dame, die für den Liebenden normalerweise unerreichbar war. Die Herzensliebe ist aber gerade deshalb eine wichtige Grundlage für das Gelingen einer Paarbeziehung, weil sie die Herzen in der sexuellen Vereinigung öffnet und damit den magnetischen Liebesstrom in Gang bringt. Sexualität ist auch ohne Liebe des Herzens möglich, beschränkt sich aber dann auf das körperliche Erleben.

Das Schöpfungsmysterium findet in einer Paarbeziehung in der sexuellen Vereinigung seinen Ausdruck. Mann und Frau kommen zusammen und es entsteht ein Drittes – das Kind. Aus diesem Grund ist die sexuelle Vereinigung der wichtigste Faktor für das Gelingen einer Paarbeziehung. Wenn diese nicht stattfindet, lebt das Paar wie Geschwister zusammen. Wenn keine Sexualität stattfindet, geht das Leben nicht weiter. Der sexuelle Trieb ist die mächtigste Kraft der Schöpfung, die das Weiterleben der Menschheit sichert. In ihr offenbart sich das Göttliche selbst!

 

Sexualität und die Liebe des Herzens

Paarseminar - Herzensliebe Natürlich ist Lust auch ohne Liebe möglich. Viele Seminare zum Thema Lust lehren, dass jeder Mensch für seine Lust selbst verantwortlich ist. Dem stimme ich zu. So wie jeder Mensch eigenverantwortlich ist für sein Denken und seine Taten, hat man auch die Kontrolle über die eigene Lust – oder auch nicht. Einige Männer benutzen Sex zur Entladung von Spannungen. Dann erleben die Partner meist die viel zitierte Situation, dass er kommt und sich nach der Ejakulation umdreht, einschläft und sie bleibt allein zurück. Frauen öffnen sich für die Vereinigung im Allgemeinen über das Herz und die Zeit, die das Paar gemeinsam in die körperliche Liebe investiert. Wenn der Mann das ignoriert, kommt es meist zur Verweigerung. Bekommt aber der Mann keinen Sex zieht er sich emotional zurück. Männer verschließen ihr Herz – Frauen ihren Schoß. Ein neuer Teufelskreis hat begonnen.

Bei vielen Paaren stirbt die Lust auf Sexualität mit den Jahren scheinbar von selbst. Manchmal weil das Alltags- oder Arbeitsleben zu viel Raum einnimmt, in einigen Fällen auch, weil die Liebe des Herzens erstorben ist. Dann ist es wichtig, den magnetischen Strom der Liebe wieder in Gang zu bringen, damit die Sexualität neuen Schwung bekommt. Eine bewährte Hilfe bietet die Praxis der sanften Vereinigung, bei der der Mann keine Erektion zu haben braucht. Wenn die Herzensliebe fließt, ist es durchaus möglich, dass auch der Sex wieder neu belebt wird, denn wenn die Sexzentren zusammen gebracht werden ist der Kreislauf geschlossen und die Liebe kann fließen. Ist aber die Herzensliebe erstorben, können regelmäßige Liebeszeiten oder sanfte Vereinigung auch ohne Erektion die Liebe des Herzens wieder in Fluß bringen.

 

Präsenz und Hingabe - wie Vereinigung zum Gebet wird

Aus schamanischer Sichtweise sind Frauen energetisch mit Mutter Erde verbunden, Männer dagegen beziehen ihre Energien von Vater Himmel. Die Verbindung zur Erde, das Fühlen ist eher eine weibliche Eigenschaft und erfordert Hingabe. Die Anbindung an das Göttliche, den schöpferischen Impuls – eher eine männliche Eigenschaft – benötigt Präsenz. Wenn der Mann in der sexuellen Vereinigung ganz im Jetzt, im puren Sein, präsent ist, kann sich die Frau wirklich hingeben. Eine tiefe Hingabe der Frau im Gegenzug fördert die männliche Präsenz. Auf diese Weise spiegelt die Vereinigung von Mann und Frau das Schöpfungsmysterium und wird zur Meditation, ja zum Gebet. Sie bringt das liebende Paar näher an ein Gefühl universellen Bewusstseins. Sex ist nicht mehr die Verführung des Männlichen durch das Weibliche, bzw. des Weiblichen durch die Schlange, sondern dient etwas Größerem, indem sich Gegensätze auflösen, Polaritäten verschmelzen und in einem orgiastischen Zustand einen Hauch von Ewigkeit vermittelt.

 

Ist die Paarbeziehung »heiliger« als andere Beziehungsformen?

Tantra für Paare - Heilig?Ja und nein! Die Heiligkeit besteht in der sexuellen Vereinigung. Alle oben geschriebenen Aussagen über das Gelingen der Paarbeziehung lassen sich ebenso auf promiskuitive Beziehungsformen anwenden, sind jedoch in der Praxis unserer sozio-kulturellen Voraussetzungen nur bedingt lebbar. Wem es in der heutigen Zeit gelingt, Alltagsleben, Herzensliebe und Sexualität gleichermaßen an mehr als einen Liebespartner zu verschenken, kann sich glücklich schätzen, eine höchst komplexe Beziehungsstruktur gemeistert zu haben. Unabhängig davon ist es immer eine Frage der individuellen Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Lebensform. 

 

Copyright Klaus Peill

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